Karriere bei der BSH - ein Berufsfeld, das Sinn stiftet."

Im Gespräch

Interview mit der Leitung des Ambulanten Pflegedienstes

Ein eigenes Zuhause bedeutet Freiheit und Individualität. Das gilt nicht nur für die erste eigene Wohnung, sondern auch im Alter. Ambulante Pflegedienste kommen deswegen zu Senioren oder Pflegebedürftigen nach Hause. Bei Hagen-Pflege-Mobil koordiniert Ghizlana Chaouch die mobile Pflege und trägt so dazu bei, dass Senioren im ganzen Hagener Stadtgebiet länger in den eigenen vier Wänden selbstbestimmt leben können.

„Bei der Arbeit frage ich mich immer: Wie würde das meiner Mutter gefallen?“, sagt Ghizlana Chaouch. Die Leiterin des ambulanten Pflegedienstes der BSH hat hohe Ansprüche an sich und ihr Team. Die Kunden müssen immer gut versorgt sein, heißt ihre Devise. Die Kunden, das sind derzeit 120 Seniorinnen und Senioren. Zu ihnen kommen Ghizlana Chaouchs Mitarbeiterinnen ins Haus. Manche wohnen ganz nah, direkt in den Seniorenwohnungen der BSH. Diese grenzen an das Seniorenzentrum Buschstraße, auf dessen Gelände auch der ambulante Dienst seine Zentrale hat. Wenn es weiter weg geht, nach Altenhagen, Hohenlimburg oder Selbecke, steigen die Mitarbeiterinnen des ambulanten Pflegedienstes in eines der acht kleinen weißen Firmenautos.

Ghizlana Chaouch, die im Februar 2017 die Leitung des ambulanten Pflegedienstes übernommen hat, legt fest, wer wann wo sein muss. „Die Touren- und Einsatzpläne für die 20 Mitarbeiterinnen zu koordinieren, gehört zu meinen Aufgaben“, sagt die 48-Jährige. Doch das macht nur einen kleinen Teil dessen aus, was die zweifache Mutter stemmt. Hinzu kommen Beratungsgespräche mit Neukunden, Visiten, Abrechnungen mit den Kassen, Mitarbeiterführung und Qualitätskontrolle. „Es ist ein verantwortungsvoller Job, der mir viel Freude macht“, sagt Ghizlana Chaouch. Berufliches Weiterkommen dank der BSH Ursprünglich hat die Frau, deren Eltern aus Marokko stammen, den Beruf der Arzthelferin gelernt. Später begann Ghizlana Chaouch im Seniorenzentrum der BSH mit einer dreijährigen Ausbildung zur Altenpflegefachkraft im stationären Bereich. „Als ich 2010 in den ambulanten Dienst der BSH wechselte, gefiel mir die Aufgabe sofort. Als Gast in das häusliche Umfeld des Patienten zu kommen, erfordert viel Einfühlungsvermögen und Gespür für den Menschen. Für mich ist das eine optimale Arbeitsumgebung“, erzählt sie.

Die BSH bot ihr schließlich eine berufliche Entwicklungsmöglichkeit: „Ich durfte eine zweijährige Weiterbildung zur Pflegedienstleitung machen. Das war eine tolle Chance, und ich habe sehr viel gelernt. Die Ausbildung ist so, als würde man ein kleiner Arzt werden“, lacht Ghizlana Chaouch. Ihr Fachwissen setzt sie jetzt unter anderem bei den Neuaufnahmen ein. „Dabei wird der Hilfebedarf ermittelt und ich mache mir ein persönliches Bild vom Kunden. Dank meiner Ausbildung kann ich einschätzen, wie lange meine Mitarbeiter für welche Leistungen brauchen. Ich berate auch, welche weiteren Geldtöpfe es für die Menschen noch gibt, zum Beispiel für Betreuungsleistungen.“ Maßgeschneiderte Unterstützung In drei Schichten vom frühen Morgen bis zum späten Abend sind die Mitarbeiterinnen des ambulanten Pflegedienstes jeden Tag auf Achse.

Sie unterstützen beim Waschen, Baden oder Duschen; helfen beim An- und Auskleiden; sind für die Hautpflege oder die Inkontinenzversorgung da. „Wir bereiten auch Mahlzeiten zu oder reichen Essen an“, sagt Ghizlana Chaouch. Wenn pflegende Angehörige ausfallen oder im Urlaub sind, können die Mitarbeiter auch nur vorübergehend als sogenannte „Verhinderungspflege“ gebucht und abgerechnet werden. Selbstverständlich übernehmen die Fachkräfte des ambulanten Pflegedienstes der BSH auch eine qualifizierte medizinische Versorgung nach ärztlicher Anordnung. Blutzuckermessung und Insulinspritzen gehören ebenso dazu wie Katheter-, Stoma- oder Wundversorgung und Medikamentengabe. „Wir stellen auch Haushaltshilfen zur Verfügung, begleiten zu Arztbesuchen oder übernehmen das Einkaufen“, sagt die Leiterin des ambulanten Pflegedienstes.

Wünscht der Kunde weitere Leistungen, vermittelt der ambulante Pflegedienst der BSH. „Das kann Essen auf Rädern sein, ein mobiler Friseur, Fußpflege oder auch ein Hausnotruf. Wir sind gut vernetzt“, erklärt Ghizlana Chaouch. Alles aus einer Hand Der ambulante Pflegedienst ergänzt die Angebote der BSH. „Wir bieten alles aus einer Hand. Wir haben seniorengerechtes Wohnen, stationäre Pflege, Tagespflege und eben den ambulanten Pflegedienst“, sagt BSH-Geschäftsführer Benedict Delévièleuse. „Das entspricht unserem Anspruch an die Pflege: Die Kunden sollen sich in jeder Situation gut aufgehoben fühlen.“ Der Diplom-Sozialwirt ist seit Anfang 2018 im Amt und freut sich über das engagierte und fachlich qualifizierte Team, das bei der BSH arbeitet. „Ich wurde hier sehr herzlich empfangen“, unterstreicht er.

Das zeigt sich auch bei den Mitarbeitersitzungen. Die Kolleginnen gehen vertraut miteinander um. Die Stimmung ist fröhlich und entspannt. Dass mit Ghizlana Chaouch eine aus ihren eigenen Reihen die Leitung innehat, ist ein Vorteil: Sie kennt Kunden und Mitarbeiter lange und gut. Und sie packt auch selbst mit an und fährt „raus“, um zu pflegen. „Wenn Not am Mann ist, springe ich gerne ein“, sagt sie. „Wir machen hier Beziehungspflege, das heißt, die Kunden kennen die Mitarbeiter, die sich um sie kümmern. Das ist wichtig, denn die Kunden müssen vertrauen und sich verlassen können.“ Auch für die Mitarbeiter ist die Beziehungspflege ein Vorteil. „Es ist schön, jemanden, den man unterstützt, über Jahre zu kennen“, sagt beispielsweise Altenpflegerin Aysel Balci. Ebenso wie ihre Kolleginnen ist sie in der Regel an jedem Arbeitstag bei denselben Menschen vor Ort. Eben genau dort, wo sie Ghizlana Chaouch eingeplant hat.